Regeln für die Reisekosten der Lehrer bei Klassenfahrten!

Tagegelder und Übernachtungspauschale 2014

Vor wenigen Jahren waren die Lehrkräfte selber zuständig, wenn es an das Bezahlen der anstehenden Klassenfahrten ging. Gerichte urteilten jedoch zugunsten der Lehrer und verwiesen darauf, dass der Ausflug mit einer Klasse zu den dienstlichen Aufgaben zählt und daher vom Arbeitgeber unterstützt werden sollte.

Eine Lehrerin aus Nordrhein-Westfalen hatte gegen die übliche Verzichtserklärung auf Erstattung geklagt und Recht bekommen. Was für NRW gilt, muss für andere Bundesländer noch lange nicht gelten. Im Saarland wird aktuell geprüft, ob die Regelung auf das eigene Bundesland übertragen werden kann.

Wie sollen Lehrkräfte unterstützt werden?

Tagegelder und Übernachtungspauschale 2014Es sollte eine Entschädigung geben, welche dem Anlass angemessen ist. Für die Lehrer ist der Ausflug mit den Kindern kein Urlaub. Immerhin kommen auf zumeist zwei Lehrkräfte an die 20 bis 30 Schüler mit. Der Aufsichtspflicht muss nachgekommen werden.

Vom Gesetzt her, nach recht aktuellen Gerichtsurteilen, steht den Lehrern ein finanzieller Ausgleich zu. Es wird eine Analogie zum Angestelltenverhältnis gezogen. Noch immer wird aber häufig versucht, dass die Lehrkräfte ihren Ausflug komplett selber entrichten. Eines der Argumente, welches teure Klassenfahrten weniger attraktiv erscheinen lässt. Verlässliche Gerichtsurteile, die eine eindeutige Regelung nahelegen, wurden nicht getroffen. Bislang handelt es sich um Einzelentscheidungen.

Im Zweifel sind die landespezifischen Gesetze für Klassenfahrten und Lehrkräfte einzusehen. Ein Wandel hin in Richtung finanzieller Unterstützung wird, in seine Form ähnlich zu Dienstreisen im Unternehmen, durchgeführt.

Stehen teure Klassenfahrten vor dem Aus?

Dass die Lehrer selber zahlen müssen, ist ein Negativpunkt für teure Ziele. Insbesondere Fahrten ins Ausland können aber bildenden Charakter haben. Die Kultur und die fremde Sprache stellen die Schüler vor intellektuelle Herausforderungen.

Aber auch unter den Schülern und deren Eltern gibt es starke Einkommensunterschiede. Klassenfahrten sollten so geplant werden, dass jeder teilnehmen kann. Die Politik ist sich nicht einig, ob Fahrten ins Inland vorzuziehen sind oder ob Förderprogramme für finanziell benachteiligte Familien nicht die bessere Lösung darstellen.

Grundsätzlich überwiegt die Meinung pro Förderprogramme und Auslandsreisen.

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