Im Rahmen der gesetzlichen Neuregelungen im Reisekostenrecht (siehe auch Reisekostenreform) wurden auch die Richtlinien für die Kilometerpauschale angepasst. Ab sofort ist die Kilometerpauschale gesetzlich normiert, so sind Fahrtkosten-Pauschalen nur noch für PKW und motorbetriebene Fahrzeuge vorgesehen. Im Klartext heißt das: Die Pauschale für Fahrten mit dem Fahrrad (das waren bisher 5 Cent pro gefahrenem Kilometer) und die Mitfahrer-Pauschalen (bei PKWs bisher 2 Cent je Kilometer) entfallen und dürfen ab 2014 nicht mehr angewendet werden.

Für 2017 gelten somit nur noch die folgenden Pauschbeträge:


KFZ: 0,30 Euro / Kilometer
Motorrad, Motorroller, Moped und Mofa: 0,20 Euro / Kilometer

Mehr zur Kilometerpauschale

Kilometerpauschale 2017 und Kilometergeld bei der ReisekostenabrechnungWer beruflich mit dem eigenen (also dem privaten) KFZ unterwegs ist, der kann die entstandenen Kosten dafür geltend machen. Häufig kann man (als Arbeitnehmer) im Rahmen einer Reisekostenabrechnung die Kosten vom Arbeitgeber zurückholen. Sollte der Arbeitgeber Reisekosten nicht erstatten, so hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit Reisekosten bei der jährlichen Steuererklärung abzurechnen und so die Steuerlast zu schmälern.

Zur Abrechnung der Kosten für Fahrten mit dem privaten KFZ gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die einfachste Möglichkeit zur Berücksichtigung von Geschäftsreisen mit dem Privatwagen im Rahmen der Reisekostenabrechnung ist die Nutzung der sogenannten Kilometerpauschale.

Unter der Kilometerpauschale, bzw. dem Kilometergeld versteht man einen pauschalen Kostensatz, der pro gefahrenen Kilometer abgerechnet wird. Die Kilometerpauschale stellt somit ein einfaches Werkzeug dar um Reisekosten schnell und unkompliziert abrechnen zu können ohne alle benötigten Belege zu sammeln und tatsächliche Kosten zu bestimmen. Die Reisekostenabrechnung geht mit Anwendung des Kilometergelds nicht nur schneller, sie wird auch transparenter, denn nicht selten steht bei Abrechnung von tatsächlichen Kosten die Frage im Raum „Welche Kosten sind berechtigt und welche nicht?“ oder die Frage, welche Fahrten denn wirklich betrieblich veranlasst waren.

Kilometerpauschale 2017

Das BRKG (Bundesreisekostengesetz) sieht dabei unterschiedliche Pauschalen für unterschiedliche Fortbewegungsmittel vor. Für Fahrten, die mit dem privaten PKW zurückgelegt worden sind können Geschäftsreisende im Jahr 2017 demnach 30 Cent je gefahrenen Kilometer geltend machen, für Reisen die mit einem Motorrad (auch Mofa, Moped oder Motoroller) zurückgelegt worden sind können Geschäftsreisene 20 Cent je Kilometer abrechnen.

Mit der Abrechnung von Geschäftsreisen über die Kilometerpauschale 2017 sind dann aber alle Fahrtkosten abgedeckt. Rechnungen für Kraftstoff, Verschleiß, Versicherung oder ähnliches dürfen also nicht mehr mit angesetzt werden (ausgenommen sind Unfälle). Selbstsverständlich können aber Reisenebenkosten (z.B. für Parkscheine) noch separat in der Reisekostenabrechnung aufgeführt werden.

Die Kilometerpauschale gilt im Übrigen natürlich nur für Dienstreisen, die mit einem KFZ oder mit einem Motorrad (bzw. Roller, Moped, Mofa) durchgeführt werden. Geschäftsreisen die mit der Bahn oder mit dem Flugzeug bestritten werden können nicht über die Kilometerpauschale abgerechnet werden.

Beispiel für die Kilometerpauschale 2017: Ein Arbeitnehmer wird von seinem Arbeitgeber zu einem Kongress in einer 150 Kilometer entfernten Stadt geschickt. Die Strecke legt der Arbeitnehmer mit dem Privatwagen zurück und nimmt einen Kollegen mit, der ebenfalls auf den Kongress geht. Hin- und Zurück legen der Arbeitnehmer und sein Begleiter somit 300 Kilometer zurück. Diese Kilometer können mit der Kilometerpauschale abgerechnet werden. Es ergeben sich hiermit Fahrtkosten für den Fahrer in Höhe von 90 Euro.

Der mitgenommene Arbeitskollege konnte bis einschließlich 2013 noch zusätzlich mit 2 Cent in der Reisekostenabrechnung geltend gemacht werden – diese Option ist allerdings mit der Reisekostenreform zum 01.01.2014 entfallen.

Abgrenzung zu Entfernungspauschale / Pendlerpauschale

Die Kilometerpauschale finde Explizit im Bereich der Reisekostenabrechnung Ihre Anwendung. Sie gilt für geschäftliche Reisen. Für die täglichen Fahrten zur Arbeit (man spricht hier stets für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte) gibt es die sogenannte Entfernungspauschale bzw. die Pendlerpauschale (hier spielt das genutzte Verkehrsmittel übrigens keine Rolle).

Der Große Unterschied in der Kilometerpauschale liegt darin, dass hier wirklich alle tatsächlich zurückgelegten Kilometer mit dem entsprechendnen Pauschalbetrag abgerechnet werden können, also Hin- und Rückfahrt!. Bei der Pendlerpauschale hingegen findet jeweils nur die einfache Strecke Betrachtung. Das heißt, es kann immer nur die halbe Strecke angesetzt werden.

Die erste Tätigkeitsstätte wird dabei in der Regel vom Arbeitgeber definiert. In vielen Fällen ist die Abgrenzung recht klar. Da gibt es die tägliche Arbeitsstätte zu der man morgens hin- und Abends zurückpendelt und im Rahmen der Steuererklärung gibt es die Möglichkeit für diese Fahrten die Pendlerpauschale anzusetzen. Einige Male im Monat oder im Jahr fährt man als Arbeitnehmer dann auf eine Dienstreise und setzt hierfür die Kilometerpauschale für die tatsächlichen Kilometer an. Doch bei einigen beruflichen Situationen ist das Ganze nicht so einfach zu definieren. Arbeitnehmer sollten sich daher (gerade in den schwierigen Situationen) immer genau mit dem Begriff der ersten Tätigkeitsstätte auseinander setzen um zu prüfen ob und wann die Kilometerpauschale genutzt werden darf um alle gefahrenen Kilometer anzusetzen.

Alternativen zur Kilometerpauschale

Die Nutzung der Kilometerpauschale ist optional. Sie muss nicht zwingend im Rahmen der Reisekostenabrechnung verwendet werden. Alternativ lassen sich alle beruflich bedingten Fahrten auch im Rahmen eines Fahrtenbuchs (um den Anteil von privater und geschäftlicher Nutzung des Autos zu bestimmen) notieren und es können die tatsächlich angefallenen Kosten (bei Geltendmachung im Rahmen der Steuererklärung entsprechend über die Werbungskosten) abgerechnet werden. Vor allem Unternehmer sollten sehr genau prüfen, welche der beiden Abrechnungsmöglichkeiten das beste Ergebnis erzielt. Unter Umständen kann sich ein Umstieg auf die Fahrtenbuch-Methode als Alternative zur Kilometerpauschale durchaus rechnen, wenn es darum geht die Kosten für die Nutzung des PKW als Betriebsausgabe geltend zu machen.

Tipp: Wir haben auch alle Informationen zum Thema Fahrtkosten noch einmal in einem eigenen Artikel für Sie aufbereitet!

Veröffentlicht in: Lexikon
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Kommentar

Vogel schrieb am 1. August 2013 um 10:33 Uhr:

Das ist ja alles schön und gut, aber nirgendwo steht, wieviel km/h zugrunde gelegt wird. Bei einer Strecke von z.B. 500 km gibt es eine Vorgabe wie schnell gefahren werden darf/muss. Sonst bekommst Du als Leihwagen nen Porsche + der Arbeitgeber verlangt von Dir, dass Du dort in 2h zu sein hast!

Jan schrieb am 1. August 2013 um 10:39 Uhr:

Hallo, wieso km/h? In welcher Zeit/Geschwindigkeit die Strecke zurückgelegt wird spielt bei der Kilometerpauschale keine Rolle – ebenfalls spielt es keine Rolle was für ein Auto man fährt. Die Regel findet Anwendung, wenn eine Dienstreise im Privatfahrzeug zurückgelegt wird … Angesetzt wird der Pauschalbetrag auf die tatsächlich zurückgelegten Kilometer. Wichtig ist allenfalls, welche Strecke man fährt. Wenn man von Kassel nach München geschäftlich muss, sollte eine wichtige Begründung vorliegen wenn man diese Strecke (mit großem Umweg) über Hamburg fährt (z.B. ein weiterer geschäftlicher Termin der dazwischen gelegt wird). Außerdem gilt die Regel natürlich nur für rein geschäftliche Fahrten. Problematisch wirds beim Kilometergeld, wenn man geschäftliches und privates vermischt.

pgs schrieb am 24. Oktober 2013 um 01:49 Uhr:

Hallo,

wie geht man bei folgender Konstallation vor: Einzelunternehmer mit Privatwagen möchte Kosten über Fahrtenbuch erfassen. Nun ist dieser Unternehmer aber auch noch GmbH-Geschäftsführer einer zweiten Firma, und die bietet ihm nur die 0,30 €-Pauschale an… Wären die von der GmbH erstatteten Kosten dann, da bereits abgegolten, im Fahrtenbuch als privat anzusehen?

Sabine schrieb am 28. Oktober 2013 um 11:38 Uhr:

Hallo, eine Kollegin hat für eine Dienstreise ihren Privat-PKW genutzt und noch drei weitere Kollegen mitgenommen. Berechnet sich die Pauschale dann 0,30€+3×0,02€? Danke für einen Hinweis.

Gruß, Sabine

Jan schrieb am 28. Oktober 2013 um 13:19 Uhr:

Hallo Sabine, ja – der Aufschlag von 0,02 Euro ist pro Kilometer und Mitfahrer bei drei mitgenommenen Fahrern also 0,36 Euro ….

Antje schrieb am 7. November 2013 um 22:39 Uhr:

Seit Juli 2013 stehen Reisekostenabrechnungen (mittlerweile im 4 stelligen Bereich) bei mir noch offen.
Leider zahlt der Arbeitgeber diese auf einmal nicht mehr. Mehrfach habe ich ihn darauf hingewiesen, leider ohne Erfolg.
Im Internet kann ich nirgends Informationen finden, ob es zeitliche Fristen zur Rückzahlung gibt.
Für Infos hierzu wäre ich sehr dankbar. Vielen Dank.

Jan schrieb am 8. November 2013 um 13:05 Uhr:

Hallo Antje, wie bereits mehrfach erwähnt ist der Arbeitgeber grundsätzlich nicht zur Erstattung von Reisekosten verpflichtet. Anders ist das natürlich, wenn es echte Regelungen im Arbeitsvertrag oder entsprechende Dienstanweisungen, Reisekostenrichtlinien oder ähnliches gibt (einfach mal in den Vertrag gucken oder auch in der Personalabteilung nachfragen). Ich könnte mir auch vorstellen, dass es soetwas wie ein Gewohnheitsrecht gibt. Wenn der Arbeitgeber seit Jahren immer sofort die Reisekosten erstattet hat und das jetzt (ohne entspr. Ankündigung) nicht mehr tut, dann kann man ihn da ggf. drauf festnageln. Zur Not: Abrechnung mit der Steuererklärung, bei Beträgen in dieser Größenordnung ist das aber natürlich echt ärgerlich. Was waren denn die Reaktionen auf deine Hinweise? Hat er es vielleicht einfach nur immer wieder vergessen? Wie bei allen Kommentaren gilt: Meine subjektive Meinung. Keine Beratung oder ähnliches!

Solveig Knosp schrieb am 8. Januar 2014 um 11:22 Uhr:

Hallo, ein Kollege fährt vom Wohnort (A) mit seinem Privatfahrzeug zu einer Messe (B)(dienstlicher Besuch). Auf dem Weg liegt der Arbeitsplatz (C). Wie rechnet er die Fahrt ab? Von A nach B oder C nach B? Kilometerpauschale wird vom AG gezahlt. Danke vorab und Gruß Solveig

Udo Weber schrieb am 9. Januar 2014 um 09:56 Uhr:

Hallo,
ist es rechtens, dass der Arbeitgeber verlangt Anfangs- und Endkilometerstand auf der Abrechnung zu notieren? Begründung ist, dass dies gesetzlich vorgeschrieben ist – ich kann aber keinen entsprechenden Paragraphen finden.

Jan schrieb am 9. Januar 2014 um 10:17 Uhr:

Da kann ich keine Antwort drauf geben. Rechtsfragen zu stellen ist sowieso immer nicht ganz einfach – auf sowas kann eigentlich nur ein Anwalt sicher antworten.

Bersch schrieb am 27. März 2014 um 13:32 Uhr:

Hallo

Gilt die Kilometerpauschale nur für die Hinfahrt zum Arbeitsplatz, oder auch für die Rückfahrt nach Hause?

Jan schrieb am 27. März 2014 um 13:48 Uhr:

Hallo! Ganz wichtig: Die Kilometerpauschale greift nur bei der Abrechnung von Reisekosten. Bei der Pauschale die für Fahrten zum regelm. Arbeitsplatz durchgeführt werden spricht man von der Entfernungspauschale oder der Pendlerpauschale (bei dieser wird auch wirklich nur die einfache Wegstrecke abgerechnet). Bei der Kilometerpauschale kommt immer die tatsächliche Strecke (also hin- und rückfahrt) zum Abzug!

Mitch schrieb am 10. April 2014 um 15:04 Uhr:

Wie verhält es sich wenn ich mit meinem Privaten PKW vom Wohnort zum Kunden und dann zum Arbeitsplatz fahre. Kann ich dann nur die Differenz von der Strecke Wohnort-Arbeitsplatz als km Geld absetzen oder die Strecke Wohnort-Kunde-Arbeitsplatz ?

Franziska Becker schrieb am 4. Juli 2014 um 13:04 Uhr:

Moment! Ich fahre im Prinzip JEDEN Tag zwischen 10 und 25 km mit dem Fahrrad, von Firma zu Firma als freiberufliche Sprachtrainerin. Das, was andere mit dem Auto machen würden, mache ich mit dem Fahrrad. Das soll ich plötzlich nicht mehr absetzen können??? Die Umweltverpester werden gefördert und die Radfahrer gehen leer aus? Wo ist da die Logik?? Wenn ich das nicht mit dem Rad machen würde, könnte ich nur die Hälfte meiner Arbeit machen, da einige Firmen nicht so leicht mit den öffentlichien Verkehrsmitteln erreichbar sind. Mein Stundenplan ist so ausgerichtet, dass ich so viele Kurs wie möglich pro Tag unterrichten kann. Ohne Rad ist das absolut unmöglich!

Katyes schrieb am 22. Juli 2014 um 15:21 Uhr:

Gibt es eine genormte Kilometergeldpauschale für LKWs ab 3,5 Tonnern oder 7,5 Tonnen?

Jan schrieb am 22. Juli 2014 um 15:24 Uhr:

Hallo Katyes, auf unternehmerlexikon.de heißt es dazu „Der pauschale Satz für Kraftwagen gilt sowohl für PKW als auch für Kleintransporter und LKW. Trotz eines höheren Anschaffungswertes und der daraus resultierenden höheren Abschreibung dürfen für Transporter oder LKW keine anderen Pauschalen angesetzt werden.“ … Ich hoffe, dass hilft!

LL schrieb am 11. August 2014 um 16:15 Uhr:

Hallo,

wie ist es, wenn ich als Freiberufler mit dem Auto eines Verwandten fahre und nicht mit dem eigenen?
Besten Dank für eine Antwort

Jan schrieb am 12. August 2014 um 12:49 Uhr:

Hallo Louisa, das Ansetzen der Fahrtkostenpauschale sollte hier möglich sein – schwierig wird es dann, wenn die tatsächlichen Kosten angesetzt werden sollen bzw. wenn es um die Anwendung der 1%-Regelung geht. Anschaffungskosten bspw. hattest du ja für das Auto nicht und auch Versicherungsleistungen etc. laufen nicht auf deinen Namen….

A. Thiel schrieb am 13. August 2014 um 14:20 Uhr:

Hallo,

mal ne ganz doofe Frage. Zieht der Arbeitgeber bei den Kosten Vorsteuer ?

Also bucht er bei 1,50 EUR 1,50 EUR als Kosten oder bucht er 1,26 als Kosten und 0,24 EUR Vorsteuer ?

Jan schrieb am 13. August 2014 um 14:34 Uhr:

Eigentlich schon. Solange die Belege ordentlich vorliegen, macht der Arbeitgeber die Vorsteuer geltend.

alex schrieb am 15. September 2014 um 12:28 Uhr:

Ich habe ein Angebot eines AG, dass ich berufliche Fahrten zu KD mit dem Privat-PKW machen soll und dafür die Kilometerpauschale bekomme. Nun habe ich gelesen, dass dies nur für den eigenen PKW gilt! Ich habe aber gar kein Auto und würde mir dafür den PKW meiner Mutter ausleihen. Kann ich dafür dann die Kilometerpauschale verrechnen?

Jan schrieb am 15. September 2014 um 12:53 Uhr:

Hallo Alex, kann ich nur schwer was zu sagen. Ich glaube, es könnte Probleme geben wenns nicht der eigene PKW ist. Kann sein, dass das Finanzamt nicht anerkennt – vielleicht wirds etwas besser, wenn man nachweisen kann, dass man Versicherungen etc. für das KFZ gezahlt hat …

Maria schrieb am 30. Oktober 2014 um 15:14 Uhr:

Wie ist das mit Mautgebühren, z.B. wenn ich beruflich nach Italien reisen muss? Kann ich die noch zusätzlich zum Kilometergeld geltend machen?

Jan schrieb am 30. Oktober 2014 um 15:29 Uhr:

Hallo Maria! Es handelt sich dabei um Reisenebenkosten (siehe hier), die nicht in den Fahrtkosten enthalten sind und ihrer Höhe nach (Beleg aufheben) angegeben werden können.

Klaus Kubatzky schrieb am 22. Dezember 2014 um 15:48 Uhr:

Bin im Jahr 2014 bisher über 17.000 km vom Wohnort bis zum Firmensitz gefahren. Von dort ging es jeden Tag mit den LKW,s und Transportern auf die verschiedenen Baustellen.Nach der Arbeit fuhren wir wieder in den Firmensitz und dann ging es wieder mit dem privaten PKW nach Hause.
Meine Frage ist: wer bezahlt mir diese Kilometer?

Beate schrieb am 1. April 2015 um 14:15 Uhr:

Wird bei der Kilometerpauschale von 0,32 Sprit noch hinzugerechnet oder ist Kraftstoff schon in der Pauschale enthalten ?

Jan schrieb am 1. April 2015 um 14:46 Uhr:

Die Pauschale beträgt 0,3 €. Es ist alles bereits enthalten. Sprit, Wartungskosten für das KFZ, etc. Allerdings sind Nebenkosten wie z.B. Park- oder Mautgebühren noch nicht enthalten.

LindaW schrieb am 24. April 2015 um 10:54 Uhr:

Also bedeutet es, dass ich als Mitfahrer (zu Weiterbildungen/berufsbegl.Studium) nichts absetzen kann (auch wenn ich Kosten hatte z.B. als Benzingeld für den Fahrer), da man ausschließlich Fahrten mit dem EIGENEN PKW oder Motorrad mit der Kilometerpauschale absetzen kann?

M. Hantke schrieb am 28. April 2015 um 10:36 Uhr:

Hallo,

ich bin Selbstständiger Freiberufler Kann ich eine Kilometerpauschale mit dem Fahrrad für 2014 und 2015 absetzen? Wenn ja wie hoch ist diese. Benötige ich ein richtiges Fahrtenbuch?

Mit freunlichen Grüßen
M. Hantke

Mike schrieb am 16. September 2015 um 14:21 Uhr:

Hallo,
ich erhalte für meine Dienstreisen mit dem privaten Pkw die obligatorischen 0,3 €/km + weitere 0,1 €/km welche ich dann versteuern muss. Soweit so..

Wenn mein Arbeitgeber am Ende des Tages dem Kunden eine Rechnung stellt rechnet er auch die Km ab, allerdings mit 0,51 €/km. Ist das so rechtens? Letztlich macht er also mit jedem von mir mit meinem privaten Kfz gefahrenen Km Gewinn „auf meine Kosten“.

Jan schrieb am 16. September 2015 um 17:04 Uhr:

Hi Mike, ob das rechtens ist können wir hier nicht beantworten. Das kann nur ein Anwalt. Ich sehe da keine Probleme und auch keinen Grund zum Ärgern oder Nachfragen: Am Ende teilt ihr euch doch die Differenz zur Fahrtkostenpauschale, die der Kunde „mehr“ zahlt – das ist doch super?!

Ismail schrieb am 3. Oktober 2015 um 22:33 Uhr:

Hallo. Ich habe folgendes Problem . Ich bin als aufzugsmonteuer (Helfer) auf der Montage tätig . Und wohne in Nürnbeg. Fahre immer Montag früh mit der Dienstwagen Transporter zur Arbeit je nach dem wo die Baustelle ist lege ich meistens 300 bis 500 km zürück und am Freitag fahre ich wieder zürück . Mein Chef zahlt mir am mo 12 eur di.mi.do 24 eur und am fr wieder 12 eur die er als Reisekosten mir berechnet Ende Monats je nach Tage habe ich ca. 350-380 eur Reisekosten was er mir auszahlt … Jetzt wollte ich fragen ob es jetzt stimmt was er macht oder nicht ? Oder ob ich hier nur von ihn verascht werde …

Mit freundlichen Grüßen

Ismail

Jan schrieb am 3. Oktober 2015 um 23:04 Uhr:

Hi Ismail, was dein Chef zahlt ist die Verpflegungspauschale. Das kann so durchaus sehr gut passen. Das hat aber nichts mit den gefahrenen Kilometern zu tun. Da du ja mit dem Dienstwagen fährst (dazu gibts hier auch Artikel, lies dir die mal durch), ist das mit der Kilometerpauschale (die hier beschrieben wird) für dich aber nicht interessant!

Haak schrieb am 3. Dezember 2015 um 12:38 Uhr:

Wie hoch ist die Fahrkostenpauschale (Kilometerpauschale) bei einer angeordneten „Nachgehender arbeitsmedizinischer Vorsorge“?
Man will mir „nur“ 0,20€/ Kilometer geben.

Matze schrieb am 26. Dezember 2015 um 12:50 Uhr:

Hallo zusammen,
Ich habe folgende Frage :
Laut meinem Arbeitsvertrag steht meine vw crafter (servicefahrzeug / mobile Werkstatt) an meinem Wohnort ! Damit fahre ich unsere Kunden an. Die Arbeitszeit beginnt mit dem einsteigen in dieses Fahrzeug !!
Nach meinem Umzug (120 km) entfernt von meinem alten Wohnort hieß es von meinem Chef dass das servicefahrzeug in der Straße an meinem alten Wohnort stehen bleibt und ich die ganze Strecke mit meinem privat PKW fahren muss !!! Es gibt aber laut Arbeitsvertrag keine Regelung bei Umzug oder Kilometer Begrenzung ?? Kennt jemand die Rechtslage in solchem Fall ???
Danke und Gruß Matze

Jan schrieb am 28. Dezember 2015 um 21:44 Uhr:

Hallo Matze, meine ganz persönliche Meinung hierzu: Am Ende ist es deinem Chef überlassen, wo er seine Fahrzeuge geparkt sehen will. Wenn es keine Regelung dazu gibt, ist das nicht fair, aber es klingt erstmal so, als wäre das so schon okay. In jedemfall solltest du deine Fahrtkosten (die 120km) dann als Fahrtkosten in den Werbungskosten deiner Steuererklärung unterbringen. Ansonsten Rechtslage immer direkt mit dem Anwalt abklären – das hat wenig mit dem Thema Reisekosten zu tun. Ein Arbeitsrechtler kann hier sicher helfen!

Diana Schmidt schrieb am 13. Januar 2016 um 21:18 Uhr:

Hallo,
ich benutze , aufgrund der Größe des Wagens, manchmal den privaten, statt den Dienstwagen. Damit transportiere ich sperrige Gegenstände von A nach B.
Mit dem Dienstwagen führe ich Fahrtenbuch, kann ich die Kilometer des Privaten Wagens in meine Reisekostenabrechnung aufnehmen als Kilometerpauschale?
fG D.Schmidt

Stephanie Springer schrieb am 25. Januar 2016 um 12:01 Uhr:

Hallo, ich bekomme schon seit Jahren eine KM Pauschale und jetzt muss ich für 2015 einiges zurückzahlen, da ich im letzten Jahr nicht so viele KM gefahren bin. Mir wurde im Jänner 2015 mein Kundenstock ziemlich gekürzt, daher auch weniger Kilometer.

Jan schrieb am 26. Januar 2016 um 08:28 Uhr:

Hi Stephanie, dass heißt du bekommst eine Vorauszahlung bzw. hast einen Freibetrag dafür?

Daniel Seelig schrieb am 1. März 2016 um 14:32 Uhr:

Ich habe viel gesucht, aber nie etwas dahingehend gefunden.

Sagen wir ich war 200 Tage im Jahr auf Arbeit und habe eine einfache Wegstrecke von 28 km.

Rechnung: 200 * 28 * 0,30 = 1680 €

Was würde ich über eine Steuererklärung widerbekommen?

Jan schrieb am 1. März 2016 um 14:40 Uhr:

Hallo Daniel, das lässt sich Pauschal nicht beantworten und ist hier auch nicht ganz richtig aufgehoben, weils kein Teil der Reisekostenabrechnung ist … Ich versuche mal mein Wissen dazu weiterzugeben. Zum Einen: Bei normaler 5 Tage-Woche sind in der Regel mehr als 200 Tage ansetzbar (220). Dann: Die 1.680 Euro die du oben errechnet hast fließen in die Werbungskosten und mindern so das zu versteuernde Einkommen. Das heißt, du hast im Laufe des Jahres für 680 Euro (dein Satz abzüglich der Werbungskostenpauschale von 1000 Euro die automatisch berücksichtigt wird) „zu viel“ Steuern gezahlt und würdest quasi hier den Steueranteil zurückkriegen. Wie hoch die Rückzahlung ist hängt von deinen Einkünften und deinem Steuersatz ab. Mein Tipp: Bei smartsteuer.de kannst du anonym und kostenlos deine Lohnsteuerbescheinigung vom Chef eingeben und mal die Fahrtkosten in den Werbungskosten berechnen lassen … Dann siehst du „oben“ in der Erstattung direkt, was an Rückzahlung zu erwarten ist …. Ich tippe in deinem Beispiel auf einen Erstattungsbetrag von 150 – 250 Euro

Gerhard schrieb am 25. April 2016 um 11:14 Uhr:

Tip für Radfahrer: Freibarufler, die häufig mit dem Fahrrad unterwegs sind und sich darüber ärgern dass diese Fahrten nicht absetzbar sind, besorgen sich am besten ein Dienstfahrrad. Man muss nur glaubhaft machen können, dass man damit keine privaten Fahrten unternimmt (z.B. weil man das alte Rad ja noch hat), dann kann man alle Kosten für Anschaffung und Wartung anrechnen. Es müssen dann keine Kilometer gezählt werden.
Für mich war diese Möglichkeit ein Anlass, mir ein richtig gutes Rad anzusaffen, seitdem komme ich viel schneller und entspannter ans Ziel.

Jan schrieb am 25. April 2016 um 16:18 Uhr:

Hi Gerhard, danke für den tollen Tipp!

Höber-Bulgrin schrieb am 4. Juni 2016 um 14:40 Uhr:

Was ist mit Sicherheitsdienstmitarbeiter, die ständig einen anderen Einsatzort haben

Peter W. schrieb am 28. Juni 2016 um 09:39 Uhr:

Hallo.

Ab wo werden die KM (0,30 Euro) gezahlt..

Es geht um dienstlich angeordnete Fortbildung.

Zählt das dann ab „Wohnort“ oder ab “ Arbeitsplatz “ wenn ich direkt ab Wohnort zur Fortbildung fahre !!

und welche rechtlichen Grundlagen gibt es…

Bitte um Info…

Danke und VG

Maria schrieb am 11. Juli 2016 um 11:41 Uhr:

Hallo, ich habe eine Frage zu den Fahrtkosten, wie sieht es aus wenn ich auf eine Reise gehe und zum Flughafen von meinem Mann gebracht werde. Kann ich in diesem Fall nur Hinfahrt abrechnen oder auch Rückfahrt?

Schatz Frank schrieb am 20. Februar 2017 um 09:38 Uhr:

Hallo !

Meine Frage ist : Wenn eine Leihfirma in Ihrem Vertrag eine Kilometerzuschuß ab dem 18 Kilomerter erst bezahlt aber die Heimreise aller 2 Wochen von über 428 nicht wie müßte ich da reagieren . Von meinem Lohn kann ich es nicht bestreiten .

Danke

Peter Schwanitz Dipl. Ing schrieb am 21. Juni 2017 um 18:04 Uhr:

Zur Bearbeitung von Reisekosten ausführlich u. gutverständlich aufgezeigt. Kann ich weiter empfehlen.

Danke.